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Die Königin kommt aus Laberweinting

– … und die Überschrift dieses Blogbeitrags nicht von mir, –

… sondern von Wolfgang B. Moritz, der damals als Chefredakteur des stadtanzeigers unter diesem Titel über den ersten Besuch von Gemeindemitgliedern von St. Peter und Paul in der Orgelbauwerkstatt Jann in Laberweinting-Allkofen berichtete.

Nachdem Ende 1990 die Entscheidung der Preiskommission für den Wettbewerbsentwurf von Georg Jann und Prof. Friedhelm Grundmann gefallen war, machte sich der Verwaltungsrat der Pfarrgemeinde dieses Urteil zu eigen. Ein Orgelbauvertrag zwischen Pfarrgemeinde und Orgelbauer wurde verhandelt und im April 1991 unterschrieben. Der Vertrag beinhaltete noch die Möglichkeit, die endgültige Disposition der Orgel aus drei im Detail unterschiedlichen Varianten auszuwählen. Nachdem wir diese Auswahl bis zum Frühjahr 1992 getroffen hatten, lud Georg Jann zu einem ausführlichen Besuch seiner Orgelbauwerkstatt im Frühsommer 1992 ein, an dem alle interessierten Gemeindemitglieder teilnehmen konnten. Der stadtanzeiger war mit von der Partie und berichtete die Ereignisse des Besuchs detailliert in geschliffener Prosa.

 

Die Orgelbauwerkstätte Jann befand sich damals kurz vor einem weiteren Höhepunkt ihrer Firmengeschichte. Bereits in der Vergangenheit hatte Georg Jann einige bemerkenswerte Orgeln erbaut, darunter die große dreimanualige Orgel mit Chamadenwerk mit insgesamt 52 Registern in der katholischen Stadtpfarrkirche in Memmingen, die Orgel im Dom zu Porto mit drei Manualen und 45 Registern, und gerade war im Jahr 1989 die Hauptorgel mit 60 Registern auf 3 Manualen in historischem Gehäuse in Waldsassen fertig geworden. Auch die Orgeln in Essen-Frintrop und Neustadt an der Aisch waren ja wie berichtet tolle Instrumente, wenn auch nicht so spektakulär groß. Im Jahr 1992 standen die Fertigstellung der Orgel im Konzertsaal in Bamberg mit 74 Registern auf vier Manualen kurz bevor, sie erklang ein Jahr später erstmals. Und im Jahr 1994 sollte dann die Hauptorgel im Liebfrauendom zu München als Neubau aus dem Hause Jann mit 95 Registern auf vier Manualen und Chamadenwerk geweiht werden.

 

Die Arbeiten für München, wofür auch noch eine neue Chororgel entstand, waren zur Zeit des Besuches bei Jann in vollem Gange. Wir haben diese Instrumente also in der Werkstatt und später eingebaut im Dom gesehen, und ich erinnere mich immer noch sehr gern daran, dass ich auch schon einmal auf der Hauptorgel in München spielen durfte.

 

Die Weihe der neuen Orgel in St. Peter und Paul wurde dann für das Jahr 1995 geplant, dem Jahr, in dem wir das 250-jährige Jubiläum des 1745 geweihten Gotteshauses feiern wollten. Geburtstagsgeschenk sollte die neue Orgel sein.

2 Gedanken zu „Die Königin kommt aus Laberweinting“

  1. Hallo Frank,
    Das war der interessanteste Beitrag: Stadtzeitung aus 1992 mit einer Anzeige von Herbert Freund und Bernd Weisbecker. Und nach zwei Jahren Abstinenz von der Politik wirst du heute in der Nachfolgezeitung „nur“ noch als Organist war genommen. Interessant ist auch, dass Herr Jann bei Schuke in Berlin arbeitete. Die große Orgel der KMF in der Stadtkirche Schlüchtern ist von Schuke. Schön auch die Bilder aus Anfang November 2018. Da haben wir ja den gleichen ICE genommen..
    Viele Grüße und alle Gute
    TKU

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